Rezension: Hand to God ist ein Muss für alle, die Fans von schwarzer Komödie sind
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So unerwartet es auch klingt, die Serie über eine satanische Sockenpuppe auf dem Arm eines instabilen Kindes bringt einen einen in die nächste Sekunde zum Lachen und im nächsten Moment aus der Ruhe. Aus dem wilden Geist des Autors Robert Askins ist der Broadway-Transfer [**Hand To God am Vaudeville Theatre**](https://www.londontheatredirect.com/de/play/2155/Hand-To-God-tickets.aspx) eine Achterbahnfahrt von Anfang bis Ende, die Ihnen sicher gefallen wird.
Die Grundlage der Serie ist sehr einfach – eine Kirchengruppe, die von der religiösen Mutter Margery (**Janie Dee**) geleitet wird, besucht von ihrem Sohn Jason (**Harry Melling**), dem Mädchen von nebenan Jessica (**Jemima Rooper**) und dem Klassenschläger Timothy (**Kevin Mains**). Jasons Sockenpuppe Tyrone wird eingeführt und Chaos bricht aus. In Texas spielt [**Hand to God**](https://www.londontheatredirect.com/de/play/2155/Hand-To-God-tickets.aspx) das religiöse südamerikanische Klischee. **Jemima Rooper** und **Kevin Mains** als Jessica und Timothy passen wunderbar miteinander aus – ihre völlig unterschiedlichen Figuren passen auf seltsame Weise zusammen und machen Spaß zuzusehen. Der Star der Show ist **jedoch Harry Melling** als Jason und Tyrone. **Melling** ist erfrischend zu beobachten, da er nahtlos zwischen dem lieben Jason springt, der alles tut, um seiner Mutter zu gefallen, und der satanischen Sockenpuppe Tyrone, die fest entschlossen ist, der Gruppe Ärger zu machen.
Was den Stil der Show betrifft, so hat Autor Robert Askins es so gestaltet, dass man das Stück als reinen schwarzen Humor sehen kann, doch unter der vulgären und blutigen Komödie steckt ein Stück Theater über die psychologischen Folgen des Todes eines geliebten Menschen und der menschlichen Natur in schwierigen Situationen. Das sehen wir am meisten durch **Janie Dees wunderbare** Darstellung der Margery, die das Stück als bibelliebende, sauber gepflegte Mutter von Jason beginnt und in sexuelle Abweichung und egoistische Sünde abgleitet. Außerdem lässt **Hand zu Gott** einen fragen, ob es die Puppe selbst ist, die besessen ist oder vielmehr Jason, und die leblose Socke an seiner Hand ist eine Möglichkeit, seine wahren Gefühle zu vermitteln, während er sich hinter einem leblosen Gegenstand versteckt. Das alles gesagt, kann man die Schwere des Themas leicht ignorieren und die Show einfach als komödiantischer Theaterabend wahrnehmen.
Andererseits kann ich verstehen, dass **Hand To God** nicht für jeden geeignet ist. Blutig, vulgär und verstörend – es ist nichts für Publikum, das eine reine, leichtfüßige Komödie sucht. Es kombiniert Klischees aus anderen Serien, wie die komplexen Charaktere aus Little Shop of Horrors, den komödiantischen Stil von [**The Book of Mormon**](https://www.londontheatredirect.com/de/musical/990/The-Book-of-Mormon-tickets.aspx) und einige Szenen, die stark von Avenue Q beeinflusst sind, wenn es um Tyrone geht. Mit unglaublichen Leistungen von Cast und Kreativteam ist Hand **To God** ein Muss für jeden, der Fans von schwarzer Komödie ist.