Privatleben – Sexy, witzig und intim.
Published on 4 July 2013
Jonathan Kents hervorragende Inszenierung von Private Lives hat im Gielgud Theatre Premiere gefeiert und gilt als die sexieste Wiedergeburt der klassischen Geschichte bisher.
Sie sagten, man würde nie eine intimere Adaption von Private Livessehen als die mit Alan Rickman und Lindsay Duncan vor mehr als einem Jahrzehnt, aber das Gefühl von offener Intimität und Verlangen zwischen Anna Chancellors Amanda und Toby Stephens' Elyot erweist sich als noch stärker.
Die Eröffnungsszene beginnt damit, dass das geschiedene Paar sich auf ihren benachbarten Balkonen im Deauville Hotel trifft, wo jeder die erste Nacht seiner Hochzeitsreise mit neuen Partnern verbringt. Amanda bittet Elyot um eine Zigarette, und anstatt ihr einfach eine Zigarette anzubieten; nimmt er die Zigarette aus seinem eigenen Mund und gibt sie Amanda, bevor er sich selbst eine neue anzündet.
Elyot hat eine echte Gefahr. Als er sich gegen seine anhängliche und langweilige neue Braut Sybil wendet und zischt: "Ich würde dir gern mit einer Fleischaxt den Kopf abschlagen", ist der brennende Gift in seiner Darbietung wirklich schockierend. Anna Chancellor spielt Amanda hingegen mit einem sinnlichen, leicht zerzausten Glamour, deren Witz und Extravaganz oft wie ein Abwehrmechanismus gegen das Wissen wirken, dass sie älter wird.
Coward beschrieb die langweilig konventionellen neuen Ehepartner des Paares, Victor und Sybil, als kaum mehr als Neunpen, die zum Umsturz gemacht werden sollten, doch Anthony Calf und Anna-Louise Plowman spielen sie mit Auszeichnung, der eine urkomisch pompös, der andere eine schrecklich stöhnende Minnie.
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By London Theatre Direct
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