Der Exorzist
Published on 15 November 2017
Das Peacock Theatre an der Charing Cross Road ist der perfekte Veranstaltungsort für die dunklen Nächte , die hereinziehen. Versteckt und intim präsentiert es den teuflisch guten The Exorcist, frisch von einer Aufführung im Birmingham Rep. Es hat auch eine beeindruckende Besetzung: Der Dämon wird von Sir Ian McKellen gesprochen, Adam Garcia und Peter Bowles in den Rollen der Väter, Jenny Seagrove als Mutter und natürlich Claire Louise Connelly als Regan.
Regan MacNeil ist eine 12-Jährige, die, nachdem sie mit einem Ouija-Brett herumgespielt hat, vom Teufel besessen wird. Ihre ängstlichen Eltern haben den örtlichen Klerus kontaktiert, um Licht an einen sehr dunklen Ort zu bringen, und hier erkennen wir den Kern der Geschichte. Das Stück beginnt mit einem abrupten Knall, und die Bühne taucht in Dunkelheit. Das trug zur ohnehin schon erhöhten Atmosphäre bei, und ich muss zugeben, dass ich aus der Haut gesprungen bin. Die meisten Leute kennen die kopfschüttelnde Szene bereits; darauf hatte ich mich vorbereitet. Ich hatte mich nicht auf das Erbrochene vorbereitet, das die erste Reihe bedeckte – sehr clever zusammengesetzt und eine unerwartete Note. Machen Sie keinen Fehler, diese Adaption ist gut durchdacht und so originalgetreu wie möglich. Die Levitationsszene ist eine, die man genießen sollte, schaurig (und ja, das ist eine beängstigende Serie), so wie sie zusammen mit dem wahnsinnig wackelnden Bett zu beobachten ist, und sie hat mich immer mehr fasziniert.
Das Ensemble fügt sich gut zusammen. Peter Bowles war ebenso charmant exzentrisch, wie Adam Garcia in seiner Rolle ernst war. Ian McKellan hat einen so tiefen und bodenständigen Ton in seiner Stimme, dass man sich mit ihm vertraut fühlt. Die zugrundeliegende Geschichte von Der Exorzist sind nicht die Nervenkitzel und Stürzen einer Geisterfahrt, die einem für einen kurzen Moment den Magen auf den Kopf stellt, sondern ein dunkles Stück, das lange nach dem Verlassen des Theaters nachhallen wird. Dieses unheimliche, beängstigende Spiel mit den Sinnen nachzustellen, ist eine kreative Mission, die das gesamte Ensemble und die Kreativen ohne Zweifel gemeistert haben.

